Oh man, ich fühle mich ja so gut!
Das wollte ich euch nur einmal kurz mitteilen. Die erste Rutsche Heimweh ist wie weggepustet und seit ein paar Tagen ist echt alles super!
Zwei mal die Woche lerne ich jetzt Salsa in der Schule und ich hab es geschafft meine Angst vor dem Vorsingen zu überwinden. (Danke an Papa und Paula!)
Soo schlimm war es eigentlich auch gar nicht. Ein Mädchen aus meiner Klasse ist mit mir zum Chor gegangen und hat alles für mich geklärt. Dann musste ich für die Lehrerin so ein bisschen Jaaah-haaa-haaa-Zeug singen und sie hat mich in den 1.Sopran gesteckt. Also habe ich jetzt noch 2-3 mal pro Woche Chor. Bis jetzt war erst ein Treffen (an dem ich auch vorsingen musste), aber das war schon mal ganz cool. Dort habe ich dann mein erstes lettisches Lied gesungen.
Den Letten ist das Singen übrigens sehr wichtig. Wusstest ihr das schon?
Man sagt jeder Lette hat sein eigenes Lied und ich hab gehört, dass tatsächlich über 300.000 Lieder schriftlich festgehalten sind. Dann gibt es hier auch noch die Dainas, das sind ganz kleine Volkslieder und es gibt mehr als eine Millionen davon! Man kann es allerdings nicht genau sagen, weil jeder die kleinen Liederchen ein bisschen anders singt.
Alle fünf Jahre findet in Lettland dann noch ein großes Sängerfest statt, das "dziesmu svētki". Um einen Eindruck davon zu bekommen guckt euch mal diese (auch deutschsprachige) Internetseite an! (Dort kann man auch ein kleines Video finden, wirklich beeindruckend!) Auf jeden Fall ist das Singen hier etwas besonderes, bei Auftritten (zum Beispiel an Lettlands Geburtstag) wird dann sogar die traditionelle Tracht der Region getragen.
Ich freue mich einfach, dass ich jetzt hier bei ein paar Sachen richtig dazu gehöre!
Was gibt es sonst noch?
Ich hab Filzen gelernt. Madara hat es mir gezeigt und nach ein paar Blumen zum Üben, filze ich gerade eine kleine Tasche für meinen Fotoaperat!
Und noch eine kleine Beobachtung, die ich gemacht habe: Letten lieben ihr Handy und geben es niemals aus der Hand. Es stört zum Beispiel auch keinen, wenn im Unterricht laut ein Handy bimmelt, weil jemand eine sms bekommen hat, die dann natürlich auch direkt beantwortet wird. Und falls man einen Anruf bekommt, dann geht man halt mal kurz vor die Tür bis man alles geklärt hat.
Generell ist es auch nicht so schlimm, wenn man zu spät zum Unterricht kommt. Wenn man zu spät kommt, dann ist das halt so. Es kann natürlich sein, dass es in Wirklichkeit ganz anders ist, und ich das alles nur falsch wahrnehme, weil ich die Sprache noch nicht verstehe, aber so scheint es...
Apropo "verstehen": Wenn sich Mitschüler untereinander unterhalten, weiß ich jetzt immer öfter worum es geht. Ich verstehe zwar -natürlich- nicht jedes Wort, aber ich habe eine Vorstellung vom Thema. Das macht mir Mut!
Und vor ein paar Tagen hatte ich eine Unterhaltung mit zwei Jungen aus meinem Deutschkurs und unserer Lehrerin, über das Verhältnis der Letten zu den Russen. Das war unglaublich interessant und ich werde euch bald davon erzählen. Das ist allerdings ein so umfangreiches Thema, das es einen eigenen Eintrag braucht und für heute reicht es erstmal, denn eigentlich wollte ich ja nur sagen:
Es geht mir sehr gut!
Freitag, 24. September 2010
Dienstag, 21. September 2010
Es esmu Latvijā jau vienu mēnesi!
Sonntag, 19. September 2010
Tanzen oder Yoga? Riga und Eis nach einen Treppensturz... - und erste Mathetest
Schwierig ist es, all das Erlebte in einen Blogeintrag zu quetschen und wie immer weiß ich nicht wie und wo ich anfangen soll.
Die Schule ist sehr schwierig für mich, ich verstehe noch immer wirklich gar nichts von dem, was erzählt wird und trotzdem muss ich versuchen irgendwie mitzukommen. Mein erste Mathetest ist auch schon geschrieben (10 von 22 Punkten, nicht gerade brilliant, aber auch nicht allzu schlimm, wenn man bedenkt, dass die hier viel weiter im Stoff sind und ich die Regeln, die auf lettisch erklärt werden, einfach nicht verstehe), morgen folgt der nächste. Der erste Englischtest war dafür ziemlich easy für mich :)
Viele wissen es schon, die Schwerkraft war letzte Woche mal wieder besonders stark und Lina hat es geschafft, die Treppe im Haus runterzufallen. Folgen: ein grün-blau-gelb gefärbter, angeschwollener Fuß und ein Tag keine Schule. Aber es ist schon wieder alles top.
Circa 5 Minuten nach meinem Treppensturz haben zwei Mädchen aus meiner Klasse angerufen und gefragt ob ich Lust hätte auf ein Eis. Lust hatte ich, aber leider nicht die Möglichkeit in dieser Situation. Das Eis wurde dann allerdings ein paar Tage später nachgeholt.
Als dann mit meinem lieben Fuß wieder alles in Ordnung war, konnte ich mit meiner Schwester zu ihrer Tanzgruppe gehen. Es war recht cool, allerdings für mich nicht allzu erfolgreich. Auch hier wieder ziemliche Sprach-Schwierigkeiten.
Nächste Woche probiere ich wahrscheinlich einen Yoga-Kurs aus. :D
Da stehe ich nicht so unter Druck.
Gestern war ein wirklich genialer Tag. Rīga ar draugiem no YFU :)
Ich war also mit ein paar YFU'lern in Riga unterwegs. Dort ist uns dann auch aufgefallen, dass es jetzt schon ein Monat ist, den wir hier in Latvija verbringen.
Die Zeit rennt oder "laiks skrien" wie der Lette sagt.
(Laiks ist übrigens ein Teekesselchen: Zeit und Wetter in einem. Das kann wirklich zu Verwirrung führen.)

Wir haben uns dann sogar einmal kurz wie echte Touris benommen und haben eine Kirche besichtigt. Oben auf dem Turm war es verdammt windig und wir haben uns vor Lachen kaum mehr eingekriegt, so zerzaust sahen wir aus.

Heute ist Sonntag, das heißt unser kleines "Ritual" (wenn man nach drei Wochen schon davon sprechen kann)war wieder an der Reihe: Zum Markt schlendern, frisches Obst und Gemüse kaufen, Fleisch fürs Mittagessen und immer ein paar schöne Blumen. Danach waren Biruta, Madara und ich dann noch in einem kleinen Cafe und haben Apfelstrudel gegessen und die Herbstsonne genossen. Der "Rudens" ist hier wirklich schon stark eingekehrt, färbt die Blätter bunt und sieht einfach traumhaft schön aus.
Meiner Gastmama zu folge wird es wohl in den nächsten Wochen noch schöner. Ich bin gespannt...
Die Schule ist sehr schwierig für mich, ich verstehe noch immer wirklich gar nichts von dem, was erzählt wird und trotzdem muss ich versuchen irgendwie mitzukommen. Mein erste Mathetest ist auch schon geschrieben (10 von 22 Punkten, nicht gerade brilliant, aber auch nicht allzu schlimm, wenn man bedenkt, dass die hier viel weiter im Stoff sind und ich die Regeln, die auf lettisch erklärt werden, einfach nicht verstehe), morgen folgt der nächste. Der erste Englischtest war dafür ziemlich easy für mich :)
Viele wissen es schon, die Schwerkraft war letzte Woche mal wieder besonders stark und Lina hat es geschafft, die Treppe im Haus runterzufallen. Folgen: ein grün-blau-gelb gefärbter, angeschwollener Fuß und ein Tag keine Schule. Aber es ist schon wieder alles top.
Circa 5 Minuten nach meinem Treppensturz haben zwei Mädchen aus meiner Klasse angerufen und gefragt ob ich Lust hätte auf ein Eis. Lust hatte ich, aber leider nicht die Möglichkeit in dieser Situation. Das Eis wurde dann allerdings ein paar Tage später nachgeholt.
Als dann mit meinem lieben Fuß wieder alles in Ordnung war, konnte ich mit meiner Schwester zu ihrer Tanzgruppe gehen. Es war recht cool, allerdings für mich nicht allzu erfolgreich. Auch hier wieder ziemliche Sprach-Schwierigkeiten.
Nächste Woche probiere ich wahrscheinlich einen Yoga-Kurs aus. :D
Da stehe ich nicht so unter Druck.
Gestern war ein wirklich genialer Tag. Rīga ar draugiem no YFU :)
Ich war also mit ein paar YFU'lern in Riga unterwegs. Dort ist uns dann auch aufgefallen, dass es jetzt schon ein Monat ist, den wir hier in Latvija verbringen.
Die Zeit rennt oder "laiks skrien" wie der Lette sagt.
(Laiks ist übrigens ein Teekesselchen: Zeit und Wetter in einem. Das kann wirklich zu Verwirrung führen.)
Wir haben uns dann sogar einmal kurz wie echte Touris benommen und haben eine Kirche besichtigt. Oben auf dem Turm war es verdammt windig und wir haben uns vor Lachen kaum mehr eingekriegt, so zerzaust sahen wir aus.
Heute ist Sonntag, das heißt unser kleines "Ritual" (wenn man nach drei Wochen schon davon sprechen kann)war wieder an der Reihe: Zum Markt schlendern, frisches Obst und Gemüse kaufen, Fleisch fürs Mittagessen und immer ein paar schöne Blumen. Danach waren Biruta, Madara und ich dann noch in einem kleinen Cafe und haben Apfelstrudel gegessen und die Herbstsonne genossen. Der "Rudens" ist hier wirklich schon stark eingekehrt, färbt die Blätter bunt und sieht einfach traumhaft schön aus.
Meiner Gastmama zu folge wird es wohl in den nächsten Wochen noch schöner. Ich bin gespannt...
Sonntag, 12. September 2010
Etwas zum Lachen!
Wenn man versucht einen lettischen Text Wort für Wort ins Deutsche zu übersetzten passiert folgendes:
Nachmittags war es kalt und nass, dass weil wir beide gingen zu Onkel Klāva zu seinem Landhaus. Sie sind sehr nette Familie jetzt sie nehmen Kuh, Pferd und Tiere wachsen verschiedene Gemüse und Früchte. Sie jetzt besuchen Raimonda aus New York (Nujorkas) Freunde Ketija und Rojs. Schön verbrachten Abend und nach Hause kamen spät. Gut das in der Nacht nicht geregnet, sagte Edgars.
Die lettische Sprache ist schon verrückt... Hier werden auch Namen dekliniert und verändert. Da wird ein Friedrich Schiller aufeinmal zu einem Frīdrihs Šillers und aus Goethe wird Johans Volfgangs Gēte.
Und wer ist wohl Andželīna Džolija...?
Falls ich jetzt Jana im Dativ benutzen möchte, wird sie zu Janai, Andreas wird Andreasam. Im Genitiv wird Fabian zu Fabiana und der Akkusativ schenkt unseren Namen ein U: Linu, Christinu, Lisu...
Besonders nett finde ich auch noch die lettische Version der Namen... Jāņa ist da ja noch einfach zu erkennen, aber was ist Džim??
Fabio, es tut mir leid, aber mit deinem Namen passiert NICHTS. Keine lettische Version und dekliniert wird er auch nicht. Keine Ahnung warum :D
Nachmittags war es kalt und nass, dass weil wir beide gingen zu Onkel Klāva zu seinem Landhaus. Sie sind sehr nette Familie jetzt sie nehmen Kuh, Pferd und Tiere wachsen verschiedene Gemüse und Früchte. Sie jetzt besuchen Raimonda aus New York (Nujorkas) Freunde Ketija und Rojs. Schön verbrachten Abend und nach Hause kamen spät. Gut das in der Nacht nicht geregnet, sagte Edgars.
Die lettische Sprache ist schon verrückt... Hier werden auch Namen dekliniert und verändert. Da wird ein Friedrich Schiller aufeinmal zu einem Frīdrihs Šillers und aus Goethe wird Johans Volfgangs Gēte.
Und wer ist wohl Andželīna Džolija...?
Falls ich jetzt Jana im Dativ benutzen möchte, wird sie zu Janai, Andreas wird Andreasam. Im Genitiv wird Fabian zu Fabiana und der Akkusativ schenkt unseren Namen ein U: Linu, Christinu, Lisu...
Besonders nett finde ich auch noch die lettische Version der Namen... Jāņa ist da ja noch einfach zu erkennen, aber was ist Džim??
Fabio, es tut mir leid, aber mit deinem Namen passiert NICHTS. Keine lettische Version und dekliniert wird er auch nicht. Keine Ahnung warum :D
Bildungspolitiker, schaut euch mal Lettland an!
Ich nehme mir mal ein bisschen Zeit um etwas über die Schule zu berichten.
Die letzte Woche ist für mich eigentlich nur so dahin geplätschert und langsam befinde ich mich im richtigen Alltag des lettischen Lebens, welches viele positive Dinge für mich bringt, aber auch ein paar kleine Schwierigkeiten birgt.
Unter anderem zum Beispiel die Tatsache, dass ich in der Schule wirklich gar nichts verstehe, von dem was die Lehrer sagen. In den meisten Fächern, bin ich mir allerdings, durch das geflüsterte Englisch, meiner freundlichen Sitznachbarn, zumindest des Themas bewusst. ;-)
Schon in der ersten Schulwoche sind mir viele Unterschiede zu Deutschland aufgefallen!
Zum Beispiel habe ich bis jetzt nur Lehrerinnen gesehen! Als ich meine Schwester danach gefragt habe, musste sie kurz nachdenken, bis sie mir sagen konnte, dass einer der Sportlehrer und ein Lehrer für Programmieren, die einzigen männlichen Autoritätspersonen der Schule sind.
Ein männlicher Sportlehrer muss aber wohl auch vorhanden sein, denn der Sportunterricht ist in allen Stufen Geschlechter getrennt.
Apropos Stufen: Meine Schule lehrt alle Stufen, von der 1. bis zur 12. Klasse. Auch hat man bis zum Schluss einen Klassenverband, also keine Kurse. Dem zu Folge kann man also auch nicht so "frei" wählen, wie in Deutschland, nämlich eigentlich gar nicht. Bis zur 9. Klasse besteht die Schulpflicht, danach kann man frei entscheiden, ob man weiter zu Schule gehen möchte oder nicht. (Das hängt natürlich wie in Deutschland auch ein bisschen von den Noten ab. Die sind hier im übrigen auch anders: Freuen darf man sich über eine 10; bei einer 1 sollte man wohl noch ein bisschen üben.)
Wenn man dann in die 10.Klasse kommt, kann man sich für die Matheklasse entscheiden, oder für den "normalen" Weg. Wer in der Matheklasse ist, kann man an den Buchstaben ablesen. So ist eine 10a immer die Matheklasse, die 10b vielleicht auch noch, die 10c ist dann meistens eine "normale" Klasse und in den Augen der "Matheschüler" dann wohl etwas schlechter (wenn ich die Kommentare meiner Mitschüler richtig deute).
Ich bin hier auch in der Matheklasse (alle Leute die über meine wunderbaren Kenntnisse in Mathe wissen, werden sich jetzt wahrscheinlich krümmelig lachen), dass beudeutet für mich 6 Stunden Matemātika (Mathe), 3 Stunden Fizika (Physik) und 2 Stunden Ķīmija (Chemie) in der Woche. Wirklich hart. In Mathe versuch ich so gut es geht mitzuarbeiten, was schwierig ist, weil die schon viel weiter im Stoff sind und es dazu (wie es scheint) alle voll raus haben, aber in Chemie und Physik versuche ich mir jetzt einfach ein paar Sprachkenntnisse anzueigenen, in dem ich Vokabeln lerne, oder ähnliches mache.
Zu erwähnen sind noch die Stunden, in denen Vēsture, also Geschichte, auf dem Plan steht. Der Unterricht besteht nämlich daraus, dass die Lehrerin redet und alle SchülerInnen Wort für Wort mitschreiben was sie sagt (meistens so 2-3 Seiten pro Stunde). Das einzige was ich bis jetzt verstanden habe ist, dass es irgendwie etwas mit den Wikingern zu tun hat. Den Berichten meiner Klassenkameraden zu folge, muss man das geschriebene der Stunde dann lernen und im Test genauso wiedergeben können.
Generell ist meine Klasse im Unterricht sehr ruhig und hört zu, es scheint, als werden niemals Fragen gestellt, und es wird nicht aufgezeigt, sondern die Antwort (falls die Lehrerin mal eine Frage stellt) in die Klasse gerufen.
Ein weiterer Unterschied: Jeder Lehrer hat nur ein Fach, welches er unterrichtet und das immer im gleichen Raum. Neben den Türen eines jeden Raumes, hängen kleine Bilderrahmen mit dem Vor- und Nachnamen der Lehrkraft und dem Namen des jeweiligen Faches. Die Lehrer werden allerdings nicht mit Namen angesprochen sondern mit "skolotāj", was wohl so viel wie "Lehrer" bedeutet.
Die Ausstattung der Schule ist im übrigen auch viel besser! Ich habe ja schon kurz von dem Prinzip der E-Klasse erzählt (ich habe jetzt auch mein eigenes Konto :)) und dass in jedem Raum ein Computer steht, aber das ist nicht alles! Überall hängt ein Beamer an der Decke, der mit dem Computer der Klasse verbunden ist und die Tafelbilder in Form von Power-Point-Präsentationen an die Wand zaubert. - Tschüss ihr gammeligen Tageslichtprojektoren! Übrigens, was ja auch noch viel wichtiger ist, kann wirklich jeder der Lehrer (,die ich bis jetzt kennengelernt habe) mit diesen Dingen umgehen!
Generell scheint es, als gingen die Schüler viel freundlicher mit ihrer Schule um, allerdings kommt einem die Schule dabei auch entgegen. Die Schule ist nirgends verdreckt, kein Müll, keine Schmierereien und saubere Toiletten. Dafür gibt es in allen Fluren Bänke, man kann in den Pausen bleiben wo man will und hat die Möglichkeit, für recht wenig Geld etwas leckeres, warmes essen zu können.
Forši (cool), oder?
Die letzte Woche ist für mich eigentlich nur so dahin geplätschert und langsam befinde ich mich im richtigen Alltag des lettischen Lebens, welches viele positive Dinge für mich bringt, aber auch ein paar kleine Schwierigkeiten birgt.
Unter anderem zum Beispiel die Tatsache, dass ich in der Schule wirklich gar nichts verstehe, von dem was die Lehrer sagen. In den meisten Fächern, bin ich mir allerdings, durch das geflüsterte Englisch, meiner freundlichen Sitznachbarn, zumindest des Themas bewusst. ;-)
Schon in der ersten Schulwoche sind mir viele Unterschiede zu Deutschland aufgefallen!
Zum Beispiel habe ich bis jetzt nur Lehrerinnen gesehen! Als ich meine Schwester danach gefragt habe, musste sie kurz nachdenken, bis sie mir sagen konnte, dass einer der Sportlehrer und ein Lehrer für Programmieren, die einzigen männlichen Autoritätspersonen der Schule sind.
Ein männlicher Sportlehrer muss aber wohl auch vorhanden sein, denn der Sportunterricht ist in allen Stufen Geschlechter getrennt.
Apropos Stufen: Meine Schule lehrt alle Stufen, von der 1. bis zur 12. Klasse. Auch hat man bis zum Schluss einen Klassenverband, also keine Kurse. Dem zu Folge kann man also auch nicht so "frei" wählen, wie in Deutschland, nämlich eigentlich gar nicht. Bis zur 9. Klasse besteht die Schulpflicht, danach kann man frei entscheiden, ob man weiter zu Schule gehen möchte oder nicht. (Das hängt natürlich wie in Deutschland auch ein bisschen von den Noten ab. Die sind hier im übrigen auch anders: Freuen darf man sich über eine 10; bei einer 1 sollte man wohl noch ein bisschen üben.)
Wenn man dann in die 10.Klasse kommt, kann man sich für die Matheklasse entscheiden, oder für den "normalen" Weg. Wer in der Matheklasse ist, kann man an den Buchstaben ablesen. So ist eine 10a immer die Matheklasse, die 10b vielleicht auch noch, die 10c ist dann meistens eine "normale" Klasse und in den Augen der "Matheschüler" dann wohl etwas schlechter (wenn ich die Kommentare meiner Mitschüler richtig deute).
Ich bin hier auch in der Matheklasse (alle Leute die über meine wunderbaren Kenntnisse in Mathe wissen, werden sich jetzt wahrscheinlich krümmelig lachen), dass beudeutet für mich 6 Stunden Matemātika (Mathe), 3 Stunden Fizika (Physik) und 2 Stunden Ķīmija (Chemie) in der Woche. Wirklich hart. In Mathe versuch ich so gut es geht mitzuarbeiten, was schwierig ist, weil die schon viel weiter im Stoff sind und es dazu (wie es scheint) alle voll raus haben, aber in Chemie und Physik versuche ich mir jetzt einfach ein paar Sprachkenntnisse anzueigenen, in dem ich Vokabeln lerne, oder ähnliches mache.
Zu erwähnen sind noch die Stunden, in denen Vēsture, also Geschichte, auf dem Plan steht. Der Unterricht besteht nämlich daraus, dass die Lehrerin redet und alle SchülerInnen Wort für Wort mitschreiben was sie sagt (meistens so 2-3 Seiten pro Stunde). Das einzige was ich bis jetzt verstanden habe ist, dass es irgendwie etwas mit den Wikingern zu tun hat. Den Berichten meiner Klassenkameraden zu folge, muss man das geschriebene der Stunde dann lernen und im Test genauso wiedergeben können.
Generell ist meine Klasse im Unterricht sehr ruhig und hört zu, es scheint, als werden niemals Fragen gestellt, und es wird nicht aufgezeigt, sondern die Antwort (falls die Lehrerin mal eine Frage stellt) in die Klasse gerufen.
Ein weiterer Unterschied: Jeder Lehrer hat nur ein Fach, welches er unterrichtet und das immer im gleichen Raum. Neben den Türen eines jeden Raumes, hängen kleine Bilderrahmen mit dem Vor- und Nachnamen der Lehrkraft und dem Namen des jeweiligen Faches. Die Lehrer werden allerdings nicht mit Namen angesprochen sondern mit "skolotāj", was wohl so viel wie "Lehrer" bedeutet.
Die Ausstattung der Schule ist im übrigen auch viel besser! Ich habe ja schon kurz von dem Prinzip der E-Klasse erzählt (ich habe jetzt auch mein eigenes Konto :)) und dass in jedem Raum ein Computer steht, aber das ist nicht alles! Überall hängt ein Beamer an der Decke, der mit dem Computer der Klasse verbunden ist und die Tafelbilder in Form von Power-Point-Präsentationen an die Wand zaubert. - Tschüss ihr gammeligen Tageslichtprojektoren! Übrigens, was ja auch noch viel wichtiger ist, kann wirklich jeder der Lehrer (,die ich bis jetzt kennengelernt habe) mit diesen Dingen umgehen!
Generell scheint es, als gingen die Schüler viel freundlicher mit ihrer Schule um, allerdings kommt einem die Schule dabei auch entgegen. Die Schule ist nirgends verdreckt, kein Müll, keine Schmierereien und saubere Toiletten. Dafür gibt es in allen Fluren Bänke, man kann in den Pausen bleiben wo man will und hat die Möglichkeit, für recht wenig Geld etwas leckeres, warmes essen zu können.
Forši (cool), oder?
Samstag, 4. September 2010
1.Septemer, Sporttag und der erster richtige Schultag.... Regen und Gummistiefel... Eichhörnchen!
Čau!
Wie schon angekündigt ist der 1. September hier in Lettland etwas ganz besonderes. Es ist jedes Jahr der erste Schultag und wird wohl an jeder Schule ein bisschen anders - aber besonders "gefeiert". (Da kommt einem doch gleich mal die Frage in den Sinn, warum man den ersten Schultag nach drei Wochen Sommerferien feiert, nicht wahr?)
Auf jeden Fall zieht sich jeder chic an und bringt seinem Klassenlehrer Blumen mit. Nachdem ich also -ohne Schwierigkeiten und durch Madaras Hilfe- meinen Klassenraum gefunden hatte, und meiner Lehrerin die Blumen gegeben habe, wurde ich sehr überrascht durch die freundliche Umarmung und ein Wangenküsschen.
Wir warteten darauf, dass langsam alle eintrudelten und ihre Blume abgegeben hatten und dann ging es nach draußen, wo sich die ganze Schule versammelte. Es wurden ein paar Reden gehalten, von denen ich natürlich nichts verstanden habe, die Nationalhymne gesungen und die 1. Klässler an den Händen der 12. Klässler (das ist die Abschlussklasse) "in unsere Mitte" geführt. Das war irgendwie alles sehr knuffig.
Es wurde noch aus einem der oberen Fenster der Schule ein Foto von uns gemacht und dann ging es zurück zum Klassenraum.
Ich musste mich natürlich wie auch die andern beiden neuen Schülerinnen vorstellen und dann war dieser Schultag eigentlich schon fast vorbei.
Der zweite Tag in der Schule war dann der Sporttag, an dem ich aber keinen Sport machen musste, weil die 11. Klässler für die Beaufsichtigung zuständig sind. Ich hätte aber wirklich lieber ein bisschen Sport gemacht, als 3 Stunden in unglaublicher Kälte draußen auf dem Sportplatz zu stehen und erzielte Punkte der Schüler zu zählen.
Danach gings aber noch mit drei Mädchen aus meiner Klasse und unserer Klassenlehrerin in ein Café, um ein bisschen zu plaudern und das war echt nett!
Freitag war dann auch endlich (?) mal Unterricht. In der 1. Stunde Ökonomie ist direkt mal was lustiges passiert. Die Lehrerin wusste nämlich offenbar nicht, dass ich eine Austauschschülerin bin und sie nicht verstehe, denn sie hat mich während sie redete die ganze Zeit angeguckt (weil ich am nächsten bei ihr saß, schätze ich mal) und ich hab einfach zurück geguckt und genickt und musste mir das Lachen total verkneifen, als ich in die Gesichter meiner Mitschüler geguckt habe. Der Gesichtsausdruck der Lehrerin war köstlich anzusehen, als ihr dann gesagt wurde, dass ich aus Deutschland bin.
Der restliche Tag verlief weiter mit einigen Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten und deshalb habe ich auch die Englischstunde sehr genossen, in der ich dann auch mal wirklich was verstanden habe.
Was noch wirklich interessant zu erwähnen ist, ist dass es hier in der Schule eine Garderobe gibt, wo wirklich jeder Schüler morgens seine Jacke abgibt. (Mit ist allerdings erst im Laufe des Tages aufgefallen, dass alle Schüler ohne Jacke rumlaufen.. "War denen nicht kalt auf dem Weg zu Schule? Immerhin sind hier morgens nur so an die 10 Grad.").
Dieses Garderobensystem ist echt cool. Da stehen dann ein oder zwei nette Damen und du gibst deine Jacke ab, indem du deine Klasse und deine Nummer sagst (die Klasse ist nach Alphabet einmal durchnummeriert). Ich wusste natürlich meine Nummer nicht, hatte aber Hilfe von einer Mitschülerin, sodass dann in einer Liste nachgeguckt wurde, in der auch wirklich mein Name stand mit dem Vermerk "Vācija" dahinter. Sehr kuffig, jetzt weiß auch schon die Garderobenfrau, dass ich die Deutsche bin.
Heute war ich mit meiner Gastmama und Madara in einem Shoppingcenter in Rīga und habe mir Gummistiefel gekauft. Die sind hier wirklich nötig, denn als ich am Freitag in meinen Chucks zu Schule gelaufen bin, hatte ich ziemliche Schwierigkeiten. :D Hier sind nämlich viele Straßen nicht Asphaltirrt und dazu kommen noch die aktuellen Rohrarbeiten. Die Straßen sind durch den Regen total aufgeweicht, aber es ist nicht die Art Matsch, die ich aus Deutschland kenne, der einfach nur ein bisschen rutschig ist - Nein, du sackst so ca 3 cm tief in den Schlamm ein.
Also: Gummistiefel!
In diesem Center haben wir auch noch etwas gegessen und als wir gehen und der Kellner uns "Uz redzēšanos" also "Auf Wiedersehen" sagt, habe ich es nicht richtig verstanden, aber mir war die Bedeutung klar. Ich wollte etwas ähnliches erwiedern, mir fällt nichts gutes ein und sage das umgangssprachliche Čau, was irgendwie gar nicht angebracht war. Lustig war es aber auf jeden Fall!
Noch eine weitere Sache, die mich wirklich fröhlich stimmt. Ich konnte Madara ein wenig fürs Spazierengehen begeistern. Wir waren die letzten Tage immer an den Spätnachmittagen ein bisschen draußen und gestern sind wir sogar im strömenden Regen durch Schlamm und Pfützen geplantscht.
Ach und nochwas: Versuch mal einem Letten das Wort "Eichhörnchen" beizubringen. Da hast du wirklich unglaublich viel Spaß! Wenn sie versuchen das Wort auszusprechen klingt es irgendwie asiatisch. An die andern Weltenbummler: Probiert das mal aus ;)
Eichhörnchen heißt übrigens Vāvere!
Wie schon angekündigt ist der 1. September hier in Lettland etwas ganz besonderes. Es ist jedes Jahr der erste Schultag und wird wohl an jeder Schule ein bisschen anders - aber besonders "gefeiert". (Da kommt einem doch gleich mal die Frage in den Sinn, warum man den ersten Schultag nach drei Wochen Sommerferien feiert, nicht wahr?)
Auf jeden Fall zieht sich jeder chic an und bringt seinem Klassenlehrer Blumen mit. Nachdem ich also -ohne Schwierigkeiten und durch Madaras Hilfe- meinen Klassenraum gefunden hatte, und meiner Lehrerin die Blumen gegeben habe, wurde ich sehr überrascht durch die freundliche Umarmung und ein Wangenküsschen.
Wir warteten darauf, dass langsam alle eintrudelten und ihre Blume abgegeben hatten und dann ging es nach draußen, wo sich die ganze Schule versammelte. Es wurden ein paar Reden gehalten, von denen ich natürlich nichts verstanden habe, die Nationalhymne gesungen und die 1. Klässler an den Händen der 12. Klässler (das ist die Abschlussklasse) "in unsere Mitte" geführt. Das war irgendwie alles sehr knuffig.
Es wurde noch aus einem der oberen Fenster der Schule ein Foto von uns gemacht und dann ging es zurück zum Klassenraum.
Ich musste mich natürlich wie auch die andern beiden neuen Schülerinnen vorstellen und dann war dieser Schultag eigentlich schon fast vorbei.
Der zweite Tag in der Schule war dann der Sporttag, an dem ich aber keinen Sport machen musste, weil die 11. Klässler für die Beaufsichtigung zuständig sind. Ich hätte aber wirklich lieber ein bisschen Sport gemacht, als 3 Stunden in unglaublicher Kälte draußen auf dem Sportplatz zu stehen und erzielte Punkte der Schüler zu zählen.
Danach gings aber noch mit drei Mädchen aus meiner Klasse und unserer Klassenlehrerin in ein Café, um ein bisschen zu plaudern und das war echt nett!
Freitag war dann auch endlich (?) mal Unterricht. In der 1. Stunde Ökonomie ist direkt mal was lustiges passiert. Die Lehrerin wusste nämlich offenbar nicht, dass ich eine Austauschschülerin bin und sie nicht verstehe, denn sie hat mich während sie redete die ganze Zeit angeguckt (weil ich am nächsten bei ihr saß, schätze ich mal) und ich hab einfach zurück geguckt und genickt und musste mir das Lachen total verkneifen, als ich in die Gesichter meiner Mitschüler geguckt habe. Der Gesichtsausdruck der Lehrerin war köstlich anzusehen, als ihr dann gesagt wurde, dass ich aus Deutschland bin.
Der restliche Tag verlief weiter mit einigen Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten und deshalb habe ich auch die Englischstunde sehr genossen, in der ich dann auch mal wirklich was verstanden habe.
Was noch wirklich interessant zu erwähnen ist, ist dass es hier in der Schule eine Garderobe gibt, wo wirklich jeder Schüler morgens seine Jacke abgibt. (Mit ist allerdings erst im Laufe des Tages aufgefallen, dass alle Schüler ohne Jacke rumlaufen.. "War denen nicht kalt auf dem Weg zu Schule? Immerhin sind hier morgens nur so an die 10 Grad.").
Dieses Garderobensystem ist echt cool. Da stehen dann ein oder zwei nette Damen und du gibst deine Jacke ab, indem du deine Klasse und deine Nummer sagst (die Klasse ist nach Alphabet einmal durchnummeriert). Ich wusste natürlich meine Nummer nicht, hatte aber Hilfe von einer Mitschülerin, sodass dann in einer Liste nachgeguckt wurde, in der auch wirklich mein Name stand mit dem Vermerk "Vācija" dahinter. Sehr kuffig, jetzt weiß auch schon die Garderobenfrau, dass ich die Deutsche bin.
Heute war ich mit meiner Gastmama und Madara in einem Shoppingcenter in Rīga und habe mir Gummistiefel gekauft. Die sind hier wirklich nötig, denn als ich am Freitag in meinen Chucks zu Schule gelaufen bin, hatte ich ziemliche Schwierigkeiten. :D Hier sind nämlich viele Straßen nicht Asphaltirrt und dazu kommen noch die aktuellen Rohrarbeiten. Die Straßen sind durch den Regen total aufgeweicht, aber es ist nicht die Art Matsch, die ich aus Deutschland kenne, der einfach nur ein bisschen rutschig ist - Nein, du sackst so ca 3 cm tief in den Schlamm ein.
Also: Gummistiefel!
In diesem Center haben wir auch noch etwas gegessen und als wir gehen und der Kellner uns "Uz redzēšanos" also "Auf Wiedersehen" sagt, habe ich es nicht richtig verstanden, aber mir war die Bedeutung klar. Ich wollte etwas ähnliches erwiedern, mir fällt nichts gutes ein und sage das umgangssprachliche Čau, was irgendwie gar nicht angebracht war. Lustig war es aber auf jeden Fall!
Noch eine weitere Sache, die mich wirklich fröhlich stimmt. Ich konnte Madara ein wenig fürs Spazierengehen begeistern. Wir waren die letzten Tage immer an den Spätnachmittagen ein bisschen draußen und gestern sind wir sogar im strömenden Regen durch Schlamm und Pfützen geplantscht.
Ach und nochwas: Versuch mal einem Letten das Wort "Eichhörnchen" beizubringen. Da hast du wirklich unglaublich viel Spaß! Wenn sie versuchen das Wort auszusprechen klingt es irgendwie asiatisch. An die andern Weltenbummler: Probiert das mal aus ;)
Eichhörnchen heißt übrigens Vāvere!
Dienstag, 31. August 2010
Schule, Bügeln, Lernen, Essen
Čau!
Wie schon angekündigt war ich gestern in der Schule und hatte ein Treffen mit meiner neuen Klassenlehrerin. Sie ist jung, hübsch, spricht perfektes Deutsch und ist unglaublich nett. Sie hat mir ein paar Fragen beantwortet und die Schule gezeigt.
Die Schule ist viel moderner und freundlicher als unsere Schule in Deutschland. Hier wird nämlich jedes Jahr alles einmal renoviert, damit es immer neu und frisch aussieht. Es gibt das System der E-Schule, was bedeutet, dass in jedem Klassenzimmer ein Computer steht und es ein elektronisches Klassenbuch gibt, man seinen Stundenplan im Internet abrufen kann und jeder Schüler ein eigenes Passwort geschütztes Konto hat, indem Noten und Fehlstunden abgerufen werden können.
Klingt ja in der Theorie wirklich super, ich bin dann gespannt, wie es in der Praxis aussieht.
Ein Gespräch mit allen Lehrern hat doch nicht stattgefunden, dafür aber mit der stellvertretenen Schulleiterin, die sehr nett und bemüht war. So habe ich jetzt statt (des angeblich schweren) Programmier-Unterrichts eine Stunde pro Woche Lettisch in der 5. Klasse und eine Stunde zum Lettisch lernen mit einem Lehrer nur für mich :D
Ich lerne auch so schon ein bisschen(gestern die Zahlen von eins bis hundert), aber es mangelt eindeutig an den Verben. Ich hoffe das wird bald besser.
Einigen habe ich schon mit einem Lachen auf dem Gesicht erzählt, dass meine Schwester gerne bügelt... Jetzt ist es tatsächlich schon dazu gekommen, dass ich ein paar meiner T-shirts gebügelt habe.
Und noch eine Sache, die ich über das Essen berichten muss!
Hier gibt es eine Marke die Kārums heißt und Produkte mit Frischkäse herstellt... Das ist ja sooo lecker. Es gibt kleine Frischkäse-Snacks mit Schokolade drum, in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Nuss, Vanille, Schoki ... Genial!
So, morgen ist der 1. September, ich bin wirklich gespannt, denn dieser Tag ist etwas ganz besonderes hier in Lettland.
Wie schon angekündigt war ich gestern in der Schule und hatte ein Treffen mit meiner neuen Klassenlehrerin. Sie ist jung, hübsch, spricht perfektes Deutsch und ist unglaublich nett. Sie hat mir ein paar Fragen beantwortet und die Schule gezeigt.
Die Schule ist viel moderner und freundlicher als unsere Schule in Deutschland. Hier wird nämlich jedes Jahr alles einmal renoviert, damit es immer neu und frisch aussieht. Es gibt das System der E-Schule, was bedeutet, dass in jedem Klassenzimmer ein Computer steht und es ein elektronisches Klassenbuch gibt, man seinen Stundenplan im Internet abrufen kann und jeder Schüler ein eigenes Passwort geschütztes Konto hat, indem Noten und Fehlstunden abgerufen werden können.
Klingt ja in der Theorie wirklich super, ich bin dann gespannt, wie es in der Praxis aussieht.
Ein Gespräch mit allen Lehrern hat doch nicht stattgefunden, dafür aber mit der stellvertretenen Schulleiterin, die sehr nett und bemüht war. So habe ich jetzt statt (des angeblich schweren) Programmier-Unterrichts eine Stunde pro Woche Lettisch in der 5. Klasse und eine Stunde zum Lettisch lernen mit einem Lehrer nur für mich :D
Ich lerne auch so schon ein bisschen(gestern die Zahlen von eins bis hundert), aber es mangelt eindeutig an den Verben. Ich hoffe das wird bald besser.
Einigen habe ich schon mit einem Lachen auf dem Gesicht erzählt, dass meine Schwester gerne bügelt... Jetzt ist es tatsächlich schon dazu gekommen, dass ich ein paar meiner T-shirts gebügelt habe.
Und noch eine Sache, die ich über das Essen berichten muss!
Hier gibt es eine Marke die Kārums heißt und Produkte mit Frischkäse herstellt... Das ist ja sooo lecker. Es gibt kleine Frischkäse-Snacks mit Schokolade drum, in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Nuss, Vanille, Schoki ... Genial!
So, morgen ist der 1. September, ich bin wirklich gespannt, denn dieser Tag ist etwas ganz besonderes hier in Lettland.
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