Dienstag, 15. Februar 2011

„Ach ja, der Blog...

... Vielleicht wird es Zeit hier mal wieder ein bisschen zu schreiben”, dieser Gedanke kam mir, als ich mich gerade wegen -26 Grad im Haus verbannt, gefragt habe was ich denn heute mal machen könnte.
Mehr als die Hälfte ist jetzt vorbei, der Februar rast einfach nur vorüber, die verbleibende Zeit wird immer überschaubarer und ich hab das Gefühl, dass es gar nicht mehr lange dauern wird, bis ich wieder zu Hause bin.
Die Sprache klappt immer besser und obwohl ich noch immer mit ihr zu kämpfen habe, bekomme ich viele Komplimente und jeder fragt mich, wie ich es so schnell lernen konnte und warum die Russen, die hier leben, das in all den Jahre nicht geschafft haben.
Das fragte mich sowohl die Zahnärztin in der Schule, bei der wir alle eine von der Stadt finanzierte Zahnreinigung bekommen haben (Wir haben in der Schule tatsächlich ein Zimmer wie eine Zahnarztpraxis eingerichtet, mit all den Instrumenten und dem netten Stuhl.), als auch eine Freundin meiner Gastmama, mit der wir am letzten Wochenende anlässlich meines Namenstages (der hier eine große Rolle spielt) in ein Wellnesshotel am Strand gefahren sind. Und noch viele andere Leute...

Im neuen Jahr habe ich schon viele lustige Momente mit meinen lettischen Mädels verbracht, war mit meiner Klasse Ski fahren und hab mich mit den andern Austauschschülern vergnügt. Morgen ist Ēnu diena, zu Deutsch „Schattentag“, eine Aktion in ganz Lettland, die man mit einem eintägigen Praktikum vergleichen kann. Ich wurde aus einer großen Menge Mitbewerbern für einen bekannten Herzchirurgen ausgewählt. Tut mir leid, aber damit muss ich einfach mal angeben, denn es wird bestimmt total spannend morgen!
An diesem Wochenende fahre ich nach Dobele (nähe der litauischen Grenze), organisiert von der deutschen Kirche Riga und danach das Wochenende habe ich schon Geburtstag. Also ihr Lieben, fangt fleißig an mir Geburtstagspost zu schicken. Nein, macht euch keinen Stress, ich mir nämlich auch nicht. Höre jetzt auf zu schreiben, ohne Silvester Beachtung geschenkt zu haben. Egal – wer sich unglaublich dafür interessiert, darf sich persönlich bei mir melden.
Ich gehe jetzt einen heißen Tee kochen, sonst friere ich fest.
Um die Kälte zu veranschaulichen:

Die zugefrorene Ostsee.