Wenn man versucht einen lettischen Text Wort für Wort ins Deutsche zu übersetzten passiert folgendes:
Nachmittags war es kalt und nass, dass weil wir beide gingen zu Onkel Klāva zu seinem Landhaus. Sie sind sehr nette Familie jetzt sie nehmen Kuh, Pferd und Tiere wachsen verschiedene Gemüse und Früchte. Sie jetzt besuchen Raimonda aus New York (Nujorkas) Freunde Ketija und Rojs. Schön verbrachten Abend und nach Hause kamen spät. Gut das in der Nacht nicht geregnet, sagte Edgars.
Die lettische Sprache ist schon verrückt... Hier werden auch Namen dekliniert und verändert. Da wird ein Friedrich Schiller aufeinmal zu einem Frīdrihs Šillers und aus Goethe wird Johans Volfgangs Gēte.
Und wer ist wohl Andželīna Džolija...?
Falls ich jetzt Jana im Dativ benutzen möchte, wird sie zu Janai, Andreas wird Andreasam. Im Genitiv wird Fabian zu Fabiana und der Akkusativ schenkt unseren Namen ein U: Linu, Christinu, Lisu...
Besonders nett finde ich auch noch die lettische Version der Namen... Jāņa ist da ja noch einfach zu erkennen, aber was ist Džim??
Fabio, es tut mir leid, aber mit deinem Namen passiert NICHTS. Keine lettische Version und dekliniert wird er auch nicht. Keine Ahnung warum :D
Sonntag, 12. September 2010
Bildungspolitiker, schaut euch mal Lettland an!
Ich nehme mir mal ein bisschen Zeit um etwas über die Schule zu berichten.
Die letzte Woche ist für mich eigentlich nur so dahin geplätschert und langsam befinde ich mich im richtigen Alltag des lettischen Lebens, welches viele positive Dinge für mich bringt, aber auch ein paar kleine Schwierigkeiten birgt.
Unter anderem zum Beispiel die Tatsache, dass ich in der Schule wirklich gar nichts verstehe, von dem was die Lehrer sagen. In den meisten Fächern, bin ich mir allerdings, durch das geflüsterte Englisch, meiner freundlichen Sitznachbarn, zumindest des Themas bewusst. ;-)
Schon in der ersten Schulwoche sind mir viele Unterschiede zu Deutschland aufgefallen!
Zum Beispiel habe ich bis jetzt nur Lehrerinnen gesehen! Als ich meine Schwester danach gefragt habe, musste sie kurz nachdenken, bis sie mir sagen konnte, dass einer der Sportlehrer und ein Lehrer für Programmieren, die einzigen männlichen Autoritätspersonen der Schule sind.
Ein männlicher Sportlehrer muss aber wohl auch vorhanden sein, denn der Sportunterricht ist in allen Stufen Geschlechter getrennt.
Apropos Stufen: Meine Schule lehrt alle Stufen, von der 1. bis zur 12. Klasse. Auch hat man bis zum Schluss einen Klassenverband, also keine Kurse. Dem zu Folge kann man also auch nicht so "frei" wählen, wie in Deutschland, nämlich eigentlich gar nicht. Bis zur 9. Klasse besteht die Schulpflicht, danach kann man frei entscheiden, ob man weiter zu Schule gehen möchte oder nicht. (Das hängt natürlich wie in Deutschland auch ein bisschen von den Noten ab. Die sind hier im übrigen auch anders: Freuen darf man sich über eine 10; bei einer 1 sollte man wohl noch ein bisschen üben.)
Wenn man dann in die 10.Klasse kommt, kann man sich für die Matheklasse entscheiden, oder für den "normalen" Weg. Wer in der Matheklasse ist, kann man an den Buchstaben ablesen. So ist eine 10a immer die Matheklasse, die 10b vielleicht auch noch, die 10c ist dann meistens eine "normale" Klasse und in den Augen der "Matheschüler" dann wohl etwas schlechter (wenn ich die Kommentare meiner Mitschüler richtig deute).
Ich bin hier auch in der Matheklasse (alle Leute die über meine wunderbaren Kenntnisse in Mathe wissen, werden sich jetzt wahrscheinlich krümmelig lachen), dass beudeutet für mich 6 Stunden Matemātika (Mathe), 3 Stunden Fizika (Physik) und 2 Stunden Ķīmija (Chemie) in der Woche. Wirklich hart. In Mathe versuch ich so gut es geht mitzuarbeiten, was schwierig ist, weil die schon viel weiter im Stoff sind und es dazu (wie es scheint) alle voll raus haben, aber in Chemie und Physik versuche ich mir jetzt einfach ein paar Sprachkenntnisse anzueigenen, in dem ich Vokabeln lerne, oder ähnliches mache.
Zu erwähnen sind noch die Stunden, in denen Vēsture, also Geschichte, auf dem Plan steht. Der Unterricht besteht nämlich daraus, dass die Lehrerin redet und alle SchülerInnen Wort für Wort mitschreiben was sie sagt (meistens so 2-3 Seiten pro Stunde). Das einzige was ich bis jetzt verstanden habe ist, dass es irgendwie etwas mit den Wikingern zu tun hat. Den Berichten meiner Klassenkameraden zu folge, muss man das geschriebene der Stunde dann lernen und im Test genauso wiedergeben können.
Generell ist meine Klasse im Unterricht sehr ruhig und hört zu, es scheint, als werden niemals Fragen gestellt, und es wird nicht aufgezeigt, sondern die Antwort (falls die Lehrerin mal eine Frage stellt) in die Klasse gerufen.
Ein weiterer Unterschied: Jeder Lehrer hat nur ein Fach, welches er unterrichtet und das immer im gleichen Raum. Neben den Türen eines jeden Raumes, hängen kleine Bilderrahmen mit dem Vor- und Nachnamen der Lehrkraft und dem Namen des jeweiligen Faches. Die Lehrer werden allerdings nicht mit Namen angesprochen sondern mit "skolotāj", was wohl so viel wie "Lehrer" bedeutet.
Die Ausstattung der Schule ist im übrigen auch viel besser! Ich habe ja schon kurz von dem Prinzip der E-Klasse erzählt (ich habe jetzt auch mein eigenes Konto :)) und dass in jedem Raum ein Computer steht, aber das ist nicht alles! Überall hängt ein Beamer an der Decke, der mit dem Computer der Klasse verbunden ist und die Tafelbilder in Form von Power-Point-Präsentationen an die Wand zaubert. - Tschüss ihr gammeligen Tageslichtprojektoren! Übrigens, was ja auch noch viel wichtiger ist, kann wirklich jeder der Lehrer (,die ich bis jetzt kennengelernt habe) mit diesen Dingen umgehen!
Generell scheint es, als gingen die Schüler viel freundlicher mit ihrer Schule um, allerdings kommt einem die Schule dabei auch entgegen. Die Schule ist nirgends verdreckt, kein Müll, keine Schmierereien und saubere Toiletten. Dafür gibt es in allen Fluren Bänke, man kann in den Pausen bleiben wo man will und hat die Möglichkeit, für recht wenig Geld etwas leckeres, warmes essen zu können.
Forši (cool), oder?
Die letzte Woche ist für mich eigentlich nur so dahin geplätschert und langsam befinde ich mich im richtigen Alltag des lettischen Lebens, welches viele positive Dinge für mich bringt, aber auch ein paar kleine Schwierigkeiten birgt.
Unter anderem zum Beispiel die Tatsache, dass ich in der Schule wirklich gar nichts verstehe, von dem was die Lehrer sagen. In den meisten Fächern, bin ich mir allerdings, durch das geflüsterte Englisch, meiner freundlichen Sitznachbarn, zumindest des Themas bewusst. ;-)
Schon in der ersten Schulwoche sind mir viele Unterschiede zu Deutschland aufgefallen!
Zum Beispiel habe ich bis jetzt nur Lehrerinnen gesehen! Als ich meine Schwester danach gefragt habe, musste sie kurz nachdenken, bis sie mir sagen konnte, dass einer der Sportlehrer und ein Lehrer für Programmieren, die einzigen männlichen Autoritätspersonen der Schule sind.
Ein männlicher Sportlehrer muss aber wohl auch vorhanden sein, denn der Sportunterricht ist in allen Stufen Geschlechter getrennt.
Apropos Stufen: Meine Schule lehrt alle Stufen, von der 1. bis zur 12. Klasse. Auch hat man bis zum Schluss einen Klassenverband, also keine Kurse. Dem zu Folge kann man also auch nicht so "frei" wählen, wie in Deutschland, nämlich eigentlich gar nicht. Bis zur 9. Klasse besteht die Schulpflicht, danach kann man frei entscheiden, ob man weiter zu Schule gehen möchte oder nicht. (Das hängt natürlich wie in Deutschland auch ein bisschen von den Noten ab. Die sind hier im übrigen auch anders: Freuen darf man sich über eine 10; bei einer 1 sollte man wohl noch ein bisschen üben.)
Wenn man dann in die 10.Klasse kommt, kann man sich für die Matheklasse entscheiden, oder für den "normalen" Weg. Wer in der Matheklasse ist, kann man an den Buchstaben ablesen. So ist eine 10a immer die Matheklasse, die 10b vielleicht auch noch, die 10c ist dann meistens eine "normale" Klasse und in den Augen der "Matheschüler" dann wohl etwas schlechter (wenn ich die Kommentare meiner Mitschüler richtig deute).
Ich bin hier auch in der Matheklasse (alle Leute die über meine wunderbaren Kenntnisse in Mathe wissen, werden sich jetzt wahrscheinlich krümmelig lachen), dass beudeutet für mich 6 Stunden Matemātika (Mathe), 3 Stunden Fizika (Physik) und 2 Stunden Ķīmija (Chemie) in der Woche. Wirklich hart. In Mathe versuch ich so gut es geht mitzuarbeiten, was schwierig ist, weil die schon viel weiter im Stoff sind und es dazu (wie es scheint) alle voll raus haben, aber in Chemie und Physik versuche ich mir jetzt einfach ein paar Sprachkenntnisse anzueigenen, in dem ich Vokabeln lerne, oder ähnliches mache.
Zu erwähnen sind noch die Stunden, in denen Vēsture, also Geschichte, auf dem Plan steht. Der Unterricht besteht nämlich daraus, dass die Lehrerin redet und alle SchülerInnen Wort für Wort mitschreiben was sie sagt (meistens so 2-3 Seiten pro Stunde). Das einzige was ich bis jetzt verstanden habe ist, dass es irgendwie etwas mit den Wikingern zu tun hat. Den Berichten meiner Klassenkameraden zu folge, muss man das geschriebene der Stunde dann lernen und im Test genauso wiedergeben können.
Generell ist meine Klasse im Unterricht sehr ruhig und hört zu, es scheint, als werden niemals Fragen gestellt, und es wird nicht aufgezeigt, sondern die Antwort (falls die Lehrerin mal eine Frage stellt) in die Klasse gerufen.
Ein weiterer Unterschied: Jeder Lehrer hat nur ein Fach, welches er unterrichtet und das immer im gleichen Raum. Neben den Türen eines jeden Raumes, hängen kleine Bilderrahmen mit dem Vor- und Nachnamen der Lehrkraft und dem Namen des jeweiligen Faches. Die Lehrer werden allerdings nicht mit Namen angesprochen sondern mit "skolotāj", was wohl so viel wie "Lehrer" bedeutet.
Die Ausstattung der Schule ist im übrigen auch viel besser! Ich habe ja schon kurz von dem Prinzip der E-Klasse erzählt (ich habe jetzt auch mein eigenes Konto :)) und dass in jedem Raum ein Computer steht, aber das ist nicht alles! Überall hängt ein Beamer an der Decke, der mit dem Computer der Klasse verbunden ist und die Tafelbilder in Form von Power-Point-Präsentationen an die Wand zaubert. - Tschüss ihr gammeligen Tageslichtprojektoren! Übrigens, was ja auch noch viel wichtiger ist, kann wirklich jeder der Lehrer (,die ich bis jetzt kennengelernt habe) mit diesen Dingen umgehen!
Generell scheint es, als gingen die Schüler viel freundlicher mit ihrer Schule um, allerdings kommt einem die Schule dabei auch entgegen. Die Schule ist nirgends verdreckt, kein Müll, keine Schmierereien und saubere Toiletten. Dafür gibt es in allen Fluren Bänke, man kann in den Pausen bleiben wo man will und hat die Möglichkeit, für recht wenig Geld etwas leckeres, warmes essen zu können.
Forši (cool), oder?
Samstag, 4. September 2010
1.Septemer, Sporttag und der erster richtige Schultag.... Regen und Gummistiefel... Eichhörnchen!
Čau!
Wie schon angekündigt ist der 1. September hier in Lettland etwas ganz besonderes. Es ist jedes Jahr der erste Schultag und wird wohl an jeder Schule ein bisschen anders - aber besonders "gefeiert". (Da kommt einem doch gleich mal die Frage in den Sinn, warum man den ersten Schultag nach drei Wochen Sommerferien feiert, nicht wahr?)
Auf jeden Fall zieht sich jeder chic an und bringt seinem Klassenlehrer Blumen mit. Nachdem ich also -ohne Schwierigkeiten und durch Madaras Hilfe- meinen Klassenraum gefunden hatte, und meiner Lehrerin die Blumen gegeben habe, wurde ich sehr überrascht durch die freundliche Umarmung und ein Wangenküsschen.
Wir warteten darauf, dass langsam alle eintrudelten und ihre Blume abgegeben hatten und dann ging es nach draußen, wo sich die ganze Schule versammelte. Es wurden ein paar Reden gehalten, von denen ich natürlich nichts verstanden habe, die Nationalhymne gesungen und die 1. Klässler an den Händen der 12. Klässler (das ist die Abschlussklasse) "in unsere Mitte" geführt. Das war irgendwie alles sehr knuffig.
Es wurde noch aus einem der oberen Fenster der Schule ein Foto von uns gemacht und dann ging es zurück zum Klassenraum.
Ich musste mich natürlich wie auch die andern beiden neuen Schülerinnen vorstellen und dann war dieser Schultag eigentlich schon fast vorbei.
Der zweite Tag in der Schule war dann der Sporttag, an dem ich aber keinen Sport machen musste, weil die 11. Klässler für die Beaufsichtigung zuständig sind. Ich hätte aber wirklich lieber ein bisschen Sport gemacht, als 3 Stunden in unglaublicher Kälte draußen auf dem Sportplatz zu stehen und erzielte Punkte der Schüler zu zählen.
Danach gings aber noch mit drei Mädchen aus meiner Klasse und unserer Klassenlehrerin in ein Café, um ein bisschen zu plaudern und das war echt nett!
Freitag war dann auch endlich (?) mal Unterricht. In der 1. Stunde Ökonomie ist direkt mal was lustiges passiert. Die Lehrerin wusste nämlich offenbar nicht, dass ich eine Austauschschülerin bin und sie nicht verstehe, denn sie hat mich während sie redete die ganze Zeit angeguckt (weil ich am nächsten bei ihr saß, schätze ich mal) und ich hab einfach zurück geguckt und genickt und musste mir das Lachen total verkneifen, als ich in die Gesichter meiner Mitschüler geguckt habe. Der Gesichtsausdruck der Lehrerin war köstlich anzusehen, als ihr dann gesagt wurde, dass ich aus Deutschland bin.
Der restliche Tag verlief weiter mit einigen Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten und deshalb habe ich auch die Englischstunde sehr genossen, in der ich dann auch mal wirklich was verstanden habe.
Was noch wirklich interessant zu erwähnen ist, ist dass es hier in der Schule eine Garderobe gibt, wo wirklich jeder Schüler morgens seine Jacke abgibt. (Mit ist allerdings erst im Laufe des Tages aufgefallen, dass alle Schüler ohne Jacke rumlaufen.. "War denen nicht kalt auf dem Weg zu Schule? Immerhin sind hier morgens nur so an die 10 Grad.").
Dieses Garderobensystem ist echt cool. Da stehen dann ein oder zwei nette Damen und du gibst deine Jacke ab, indem du deine Klasse und deine Nummer sagst (die Klasse ist nach Alphabet einmal durchnummeriert). Ich wusste natürlich meine Nummer nicht, hatte aber Hilfe von einer Mitschülerin, sodass dann in einer Liste nachgeguckt wurde, in der auch wirklich mein Name stand mit dem Vermerk "Vācija" dahinter. Sehr kuffig, jetzt weiß auch schon die Garderobenfrau, dass ich die Deutsche bin.
Heute war ich mit meiner Gastmama und Madara in einem Shoppingcenter in Rīga und habe mir Gummistiefel gekauft. Die sind hier wirklich nötig, denn als ich am Freitag in meinen Chucks zu Schule gelaufen bin, hatte ich ziemliche Schwierigkeiten. :D Hier sind nämlich viele Straßen nicht Asphaltirrt und dazu kommen noch die aktuellen Rohrarbeiten. Die Straßen sind durch den Regen total aufgeweicht, aber es ist nicht die Art Matsch, die ich aus Deutschland kenne, der einfach nur ein bisschen rutschig ist - Nein, du sackst so ca 3 cm tief in den Schlamm ein.
Also: Gummistiefel!
In diesem Center haben wir auch noch etwas gegessen und als wir gehen und der Kellner uns "Uz redzēšanos" also "Auf Wiedersehen" sagt, habe ich es nicht richtig verstanden, aber mir war die Bedeutung klar. Ich wollte etwas ähnliches erwiedern, mir fällt nichts gutes ein und sage das umgangssprachliche Čau, was irgendwie gar nicht angebracht war. Lustig war es aber auf jeden Fall!
Noch eine weitere Sache, die mich wirklich fröhlich stimmt. Ich konnte Madara ein wenig fürs Spazierengehen begeistern. Wir waren die letzten Tage immer an den Spätnachmittagen ein bisschen draußen und gestern sind wir sogar im strömenden Regen durch Schlamm und Pfützen geplantscht.
Ach und nochwas: Versuch mal einem Letten das Wort "Eichhörnchen" beizubringen. Da hast du wirklich unglaublich viel Spaß! Wenn sie versuchen das Wort auszusprechen klingt es irgendwie asiatisch. An die andern Weltenbummler: Probiert das mal aus ;)
Eichhörnchen heißt übrigens Vāvere!
Wie schon angekündigt ist der 1. September hier in Lettland etwas ganz besonderes. Es ist jedes Jahr der erste Schultag und wird wohl an jeder Schule ein bisschen anders - aber besonders "gefeiert". (Da kommt einem doch gleich mal die Frage in den Sinn, warum man den ersten Schultag nach drei Wochen Sommerferien feiert, nicht wahr?)
Auf jeden Fall zieht sich jeder chic an und bringt seinem Klassenlehrer Blumen mit. Nachdem ich also -ohne Schwierigkeiten und durch Madaras Hilfe- meinen Klassenraum gefunden hatte, und meiner Lehrerin die Blumen gegeben habe, wurde ich sehr überrascht durch die freundliche Umarmung und ein Wangenküsschen.
Wir warteten darauf, dass langsam alle eintrudelten und ihre Blume abgegeben hatten und dann ging es nach draußen, wo sich die ganze Schule versammelte. Es wurden ein paar Reden gehalten, von denen ich natürlich nichts verstanden habe, die Nationalhymne gesungen und die 1. Klässler an den Händen der 12. Klässler (das ist die Abschlussklasse) "in unsere Mitte" geführt. Das war irgendwie alles sehr knuffig.
Es wurde noch aus einem der oberen Fenster der Schule ein Foto von uns gemacht und dann ging es zurück zum Klassenraum.
Ich musste mich natürlich wie auch die andern beiden neuen Schülerinnen vorstellen und dann war dieser Schultag eigentlich schon fast vorbei.
Der zweite Tag in der Schule war dann der Sporttag, an dem ich aber keinen Sport machen musste, weil die 11. Klässler für die Beaufsichtigung zuständig sind. Ich hätte aber wirklich lieber ein bisschen Sport gemacht, als 3 Stunden in unglaublicher Kälte draußen auf dem Sportplatz zu stehen und erzielte Punkte der Schüler zu zählen.
Danach gings aber noch mit drei Mädchen aus meiner Klasse und unserer Klassenlehrerin in ein Café, um ein bisschen zu plaudern und das war echt nett!
Freitag war dann auch endlich (?) mal Unterricht. In der 1. Stunde Ökonomie ist direkt mal was lustiges passiert. Die Lehrerin wusste nämlich offenbar nicht, dass ich eine Austauschschülerin bin und sie nicht verstehe, denn sie hat mich während sie redete die ganze Zeit angeguckt (weil ich am nächsten bei ihr saß, schätze ich mal) und ich hab einfach zurück geguckt und genickt und musste mir das Lachen total verkneifen, als ich in die Gesichter meiner Mitschüler geguckt habe. Der Gesichtsausdruck der Lehrerin war köstlich anzusehen, als ihr dann gesagt wurde, dass ich aus Deutschland bin.
Der restliche Tag verlief weiter mit einigen Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten und deshalb habe ich auch die Englischstunde sehr genossen, in der ich dann auch mal wirklich was verstanden habe.
Was noch wirklich interessant zu erwähnen ist, ist dass es hier in der Schule eine Garderobe gibt, wo wirklich jeder Schüler morgens seine Jacke abgibt. (Mit ist allerdings erst im Laufe des Tages aufgefallen, dass alle Schüler ohne Jacke rumlaufen.. "War denen nicht kalt auf dem Weg zu Schule? Immerhin sind hier morgens nur so an die 10 Grad.").
Dieses Garderobensystem ist echt cool. Da stehen dann ein oder zwei nette Damen und du gibst deine Jacke ab, indem du deine Klasse und deine Nummer sagst (die Klasse ist nach Alphabet einmal durchnummeriert). Ich wusste natürlich meine Nummer nicht, hatte aber Hilfe von einer Mitschülerin, sodass dann in einer Liste nachgeguckt wurde, in der auch wirklich mein Name stand mit dem Vermerk "Vācija" dahinter. Sehr kuffig, jetzt weiß auch schon die Garderobenfrau, dass ich die Deutsche bin.
Heute war ich mit meiner Gastmama und Madara in einem Shoppingcenter in Rīga und habe mir Gummistiefel gekauft. Die sind hier wirklich nötig, denn als ich am Freitag in meinen Chucks zu Schule gelaufen bin, hatte ich ziemliche Schwierigkeiten. :D Hier sind nämlich viele Straßen nicht Asphaltirrt und dazu kommen noch die aktuellen Rohrarbeiten. Die Straßen sind durch den Regen total aufgeweicht, aber es ist nicht die Art Matsch, die ich aus Deutschland kenne, der einfach nur ein bisschen rutschig ist - Nein, du sackst so ca 3 cm tief in den Schlamm ein.
Also: Gummistiefel!
In diesem Center haben wir auch noch etwas gegessen und als wir gehen und der Kellner uns "Uz redzēšanos" also "Auf Wiedersehen" sagt, habe ich es nicht richtig verstanden, aber mir war die Bedeutung klar. Ich wollte etwas ähnliches erwiedern, mir fällt nichts gutes ein und sage das umgangssprachliche Čau, was irgendwie gar nicht angebracht war. Lustig war es aber auf jeden Fall!
Noch eine weitere Sache, die mich wirklich fröhlich stimmt. Ich konnte Madara ein wenig fürs Spazierengehen begeistern. Wir waren die letzten Tage immer an den Spätnachmittagen ein bisschen draußen und gestern sind wir sogar im strömenden Regen durch Schlamm und Pfützen geplantscht.
Ach und nochwas: Versuch mal einem Letten das Wort "Eichhörnchen" beizubringen. Da hast du wirklich unglaublich viel Spaß! Wenn sie versuchen das Wort auszusprechen klingt es irgendwie asiatisch. An die andern Weltenbummler: Probiert das mal aus ;)
Eichhörnchen heißt übrigens Vāvere!
Dienstag, 31. August 2010
Schule, Bügeln, Lernen, Essen
Čau!
Wie schon angekündigt war ich gestern in der Schule und hatte ein Treffen mit meiner neuen Klassenlehrerin. Sie ist jung, hübsch, spricht perfektes Deutsch und ist unglaublich nett. Sie hat mir ein paar Fragen beantwortet und die Schule gezeigt.
Die Schule ist viel moderner und freundlicher als unsere Schule in Deutschland. Hier wird nämlich jedes Jahr alles einmal renoviert, damit es immer neu und frisch aussieht. Es gibt das System der E-Schule, was bedeutet, dass in jedem Klassenzimmer ein Computer steht und es ein elektronisches Klassenbuch gibt, man seinen Stundenplan im Internet abrufen kann und jeder Schüler ein eigenes Passwort geschütztes Konto hat, indem Noten und Fehlstunden abgerufen werden können.
Klingt ja in der Theorie wirklich super, ich bin dann gespannt, wie es in der Praxis aussieht.
Ein Gespräch mit allen Lehrern hat doch nicht stattgefunden, dafür aber mit der stellvertretenen Schulleiterin, die sehr nett und bemüht war. So habe ich jetzt statt (des angeblich schweren) Programmier-Unterrichts eine Stunde pro Woche Lettisch in der 5. Klasse und eine Stunde zum Lettisch lernen mit einem Lehrer nur für mich :D
Ich lerne auch so schon ein bisschen(gestern die Zahlen von eins bis hundert), aber es mangelt eindeutig an den Verben. Ich hoffe das wird bald besser.
Einigen habe ich schon mit einem Lachen auf dem Gesicht erzählt, dass meine Schwester gerne bügelt... Jetzt ist es tatsächlich schon dazu gekommen, dass ich ein paar meiner T-shirts gebügelt habe.
Und noch eine Sache, die ich über das Essen berichten muss!
Hier gibt es eine Marke die Kārums heißt und Produkte mit Frischkäse herstellt... Das ist ja sooo lecker. Es gibt kleine Frischkäse-Snacks mit Schokolade drum, in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Nuss, Vanille, Schoki ... Genial!
So, morgen ist der 1. September, ich bin wirklich gespannt, denn dieser Tag ist etwas ganz besonderes hier in Lettland.
Wie schon angekündigt war ich gestern in der Schule und hatte ein Treffen mit meiner neuen Klassenlehrerin. Sie ist jung, hübsch, spricht perfektes Deutsch und ist unglaublich nett. Sie hat mir ein paar Fragen beantwortet und die Schule gezeigt.
Die Schule ist viel moderner und freundlicher als unsere Schule in Deutschland. Hier wird nämlich jedes Jahr alles einmal renoviert, damit es immer neu und frisch aussieht. Es gibt das System der E-Schule, was bedeutet, dass in jedem Klassenzimmer ein Computer steht und es ein elektronisches Klassenbuch gibt, man seinen Stundenplan im Internet abrufen kann und jeder Schüler ein eigenes Passwort geschütztes Konto hat, indem Noten und Fehlstunden abgerufen werden können.
Klingt ja in der Theorie wirklich super, ich bin dann gespannt, wie es in der Praxis aussieht.
Ein Gespräch mit allen Lehrern hat doch nicht stattgefunden, dafür aber mit der stellvertretenen Schulleiterin, die sehr nett und bemüht war. So habe ich jetzt statt (des angeblich schweren) Programmier-Unterrichts eine Stunde pro Woche Lettisch in der 5. Klasse und eine Stunde zum Lettisch lernen mit einem Lehrer nur für mich :D
Ich lerne auch so schon ein bisschen(gestern die Zahlen von eins bis hundert), aber es mangelt eindeutig an den Verben. Ich hoffe das wird bald besser.
Einigen habe ich schon mit einem Lachen auf dem Gesicht erzählt, dass meine Schwester gerne bügelt... Jetzt ist es tatsächlich schon dazu gekommen, dass ich ein paar meiner T-shirts gebügelt habe.
Und noch eine Sache, die ich über das Essen berichten muss!
Hier gibt es eine Marke die Kārums heißt und Produkte mit Frischkäse herstellt... Das ist ja sooo lecker. Es gibt kleine Frischkäse-Snacks mit Schokolade drum, in verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Nuss, Vanille, Schoki ... Genial!
So, morgen ist der 1. September, ich bin wirklich gespannt, denn dieser Tag ist etwas ganz besonderes hier in Lettland.
Sonntag, 29. August 2010
Ein Orientation Camp und ein Ausflug ans Meer!
Es hat sich schon wieder unglaublich viel ereignet! Ich versuche euch ein bisschen was davon zu erzählen:
Von Montag bis Freitag hatte ich eine YFU Orientation Week in Sigulda (eine Stunde Busfahrt von Riga entfernt). Das war wirklich toll, denn ich habe meine ersten sozialen Kontakte geknüpft, wenn auch "nur" mit andern Austauschschülern. Die neun aus Deutschland kannte ich ja schon, dann ein Mädchen aus Australien, die schon seit Januar hier ist, zwei Mädchen aus Taiwan und ein Mädchen aus Belgien! Wir haben ein bisschen die Sprache und Sachen über Lettland gelernt, ganz viel leckere Sachen gegessen (die Letten haben viele tolle Nachtische) und einfach Spaß gehabt.
Meine Schwester Madara hat mich am Freitag wieder in Riga abholt und wir sind mit dem Zug zurück nach Hause gefahren. Die Züge sind irgendwie größer und breiter und es wird Eis verkauft :D
Am Samstag sind wir dann früh aufgestanden und mit dem Auto losgedüst: Richtung Ventspils. Unterwegs haben wir an verschiedenen Orten gehalten und ich habe ein paar Wasserfälle gesehen. Unteranderem auch den breitesten Wasserfall Europas! Hoch ist der überhaupt nicht, aber halt total breit!
In Ventspils waren wir dann in einem Schloss und am Meer. Danach sind wir an der Küste weiter gefahren und haben die Nacht in einem kleinen Holzhaus auf einem Campingplatz verbracht. Das war unglaublich schön dort, denn wir könnten den Sonnenuntergang am Meer ansehen. Der Strand war ziemlich schmal, und es ging steil hoch, nicht direkt Felsen, eher Erde.
Heute morgen sind wir dann weiter nach Liepāja gefahren, dort war dann ein breiterer Strand, der auch total schön war.
Wir sind noch ein bisschen durch dir Stadt gelaufen, haben was leckeres gegessen und dann ging es zurück nach Hause.
Auf der Rückfahrt haben wir fast die ganze Zeit Gogol Bordello gehört, was wirklich lustig war. Gestern Abend haben Arnis (mein Gastpapa) und ich uns nämlich über Musik unterhalten und er mag genauso wie ich die Beatles und Gogol Bordello und vieles mehr. Vertraute Musik zu hören tat wirklich gut!
Jetzt gucken Madara und ich gerade Fernsehen. Hier ist eine Sendung, die ein bisschen wie Deutschland sucht den Superstar ist, nur dass immer die ganze Familie zusammen auftritt. Und da Lettland so klein ist, kennt Madara sogar zwei Familien ;D
Morgen früh habe ich dann ein Treffen mit meiner neuen Klassenlehrerin und den andern Lehrern der Schule! Ich bin gespannt...
Sonntag, 22. August 2010
Ich bin gut angekommen!
Hallo ihr lieben Menschen, dir ihr darauf wartet etwas von mir zu hören!
Ich bin gut angekommen hier in Lettland, nach einem traurigen und tränenreichen Abschied in Düsseldorf und ein paar Problemen mit meinem Flugticket und tollen Überraschungen in meinem Handgepäck.
In Lettland waren wir dann die letzten Passagiere, die ins "freie" traten, weil eine Mitreisende ihr Gepäck verloren hat. Als wir dann endlich draußen waren standen meine Eltern und meine Schwester auch schon vor mir und haben mich stürmisch in die Arme genommen. Sie haben sich mein Gepäck geschnappt und mich zu einem (knall-)blauen Auto gebracht und mich ganz viel gefragt, auf Englisch, was sie wirklich gut können. Ich war so glücklich und zufrieden, dass ich die ganze Zeit lächeln musste.
Wir sind zu Lido gefahren und haben dort etwas gegessen. Lido kann man mit nichts vergleichen, was ich aus Deutschland kenne... Es ist groß und voll und eigentlich ein großes Haus nur mit Essen. Es gibt ein außen Gelände mit Spielplätzen und einem Open Air Platz zum Eislaufen. Ein bisschen wie ein Freizeitpark mit dem Schwerpunkt auf Essen. Danach sind wir nach Hause gefahren und mir wurde das Haus und der Garten gezeigt. Ich schlafen in der oberen Etage, die eigentlich nur aus zwei Räumen besteht. Das riesige Zimmer meiner Schwester und ein kleines Zimmer durch das man durch geht um in ihres zu gelangen. Ich schlafe in dem keinen und es ist wirklich gemütlich, die erste Nacht habe ich super rumgekriegt. Wenn Madara und ich uns oben aufhalten, sitzen wir aber meistens zusammen in ihrem großen Zimmer.
Nachdem ich meine Gastgeschenke verteilt habe und viele "Paldies" (Danke) bekommen und meinen Koffer ausgepackt habe, sind wir einkaufen gefahren und haben eine kleine Tour durch die Stadt gemacht. So habe ich schon meine Schule gesehen und die Einkaufsstraße kennengelernt.
Ogre liegt an zwei Flüssen und ist sehr grün. Es ist einfach wirklich schön!
Wie schon gesagt, habe ich gut geschlafen, was vielleicht auch einfach daran liegt, dass ich von meinem Ipod eine wunderbare "Gute Nacht Geschichte" gehört habe, die einfach nur unglaublich genial ist. (Danke dafür!)
Heute morgen haben wir dann im Garten gefrühstückt und sind nach Riga gefahren. Das Wochenende über ist ein großes Stadtfest hier und wir sind ein bisschen über die Märkte geschlendert und haben und viele Sachen angesehen.
Jana? Eine Kirche hat hier deinen Namen! Und es gibt ein Brot mit dem Namen Jana und eins, das Lina genannt wird :D
Wir haben bei Cili Pizza gegessen, das ist eigentlich so wie Pizza Hut und ein Eis, das in dem Geschäft frisch hergestellt wurde und einfach besser geschmeckt hat, als jedes Eis, das ich je gegessen habe.
Später sind wir noch einkaufen gewesen und ich habe jetzt eine Handynummer und einen Regenschirm. Den brauche ich nämlich leider auch. Seit Juni war hier traumhaftes Wetter, aber seit gestern ist es nicht mehr so warm, dafür aber nass. Das war ja irgendwie klar... :D Außerdem gibt es hier einen Supermarkt, in dem man deutsche Produkte kaufen kann und ich sollte sie beraten. Also haben wir jetzt Bauer-Joghurt für das Frühstück morgen.
Gerade sind Madara und ich in unsern Zimmern rumgelaufen und haben Post-Its mit lettischen und deutschen Wörtern an entsprechende Gegenstände geklebt.
Und nun sind wir -oh wunder- im Internet. Ich hab jetzt schon eine lettische Mailadresse und bin in einer Art Schülervz angemeldet, aber leider musste ich feststellen, dass ich meine Nachrichten, aus Deutschland, weder bei Yahoo noch bei SchülerVz lesen kann... Dafür muss ich Madaras Computer benutzen. Aber das ist ja auch nicht schlimm.
Morgen startet meine orientation week, die geht bis Freitag, also muss ich jetzt schon wieder meinen Koffer packen.
Vielen Dank noch mal an all die tollen Menschen, die mir einen so schönen Abschied und Flug bereitet haben und die mich immer wieder auf positive Weise überraschen.
Ich bin gut angekommen hier in Lettland, nach einem traurigen und tränenreichen Abschied in Düsseldorf und ein paar Problemen mit meinem Flugticket und tollen Überraschungen in meinem Handgepäck.
In Lettland waren wir dann die letzten Passagiere, die ins "freie" traten, weil eine Mitreisende ihr Gepäck verloren hat. Als wir dann endlich draußen waren standen meine Eltern und meine Schwester auch schon vor mir und haben mich stürmisch in die Arme genommen. Sie haben sich mein Gepäck geschnappt und mich zu einem (knall-)blauen Auto gebracht und mich ganz viel gefragt, auf Englisch, was sie wirklich gut können. Ich war so glücklich und zufrieden, dass ich die ganze Zeit lächeln musste.
Wir sind zu Lido gefahren und haben dort etwas gegessen. Lido kann man mit nichts vergleichen, was ich aus Deutschland kenne... Es ist groß und voll und eigentlich ein großes Haus nur mit Essen. Es gibt ein außen Gelände mit Spielplätzen und einem Open Air Platz zum Eislaufen. Ein bisschen wie ein Freizeitpark mit dem Schwerpunkt auf Essen. Danach sind wir nach Hause gefahren und mir wurde das Haus und der Garten gezeigt. Ich schlafen in der oberen Etage, die eigentlich nur aus zwei Räumen besteht. Das riesige Zimmer meiner Schwester und ein kleines Zimmer durch das man durch geht um in ihres zu gelangen. Ich schlafe in dem keinen und es ist wirklich gemütlich, die erste Nacht habe ich super rumgekriegt. Wenn Madara und ich uns oben aufhalten, sitzen wir aber meistens zusammen in ihrem großen Zimmer.
Nachdem ich meine Gastgeschenke verteilt habe und viele "Paldies" (Danke) bekommen und meinen Koffer ausgepackt habe, sind wir einkaufen gefahren und haben eine kleine Tour durch die Stadt gemacht. So habe ich schon meine Schule gesehen und die Einkaufsstraße kennengelernt.
Ogre liegt an zwei Flüssen und ist sehr grün. Es ist einfach wirklich schön!
Wie schon gesagt, habe ich gut geschlafen, was vielleicht auch einfach daran liegt, dass ich von meinem Ipod eine wunderbare "Gute Nacht Geschichte" gehört habe, die einfach nur unglaublich genial ist. (Danke dafür!)
Heute morgen haben wir dann im Garten gefrühstückt und sind nach Riga gefahren. Das Wochenende über ist ein großes Stadtfest hier und wir sind ein bisschen über die Märkte geschlendert und haben und viele Sachen angesehen.
Jana? Eine Kirche hat hier deinen Namen! Und es gibt ein Brot mit dem Namen Jana und eins, das Lina genannt wird :D
Wir haben bei Cili Pizza gegessen, das ist eigentlich so wie Pizza Hut und ein Eis, das in dem Geschäft frisch hergestellt wurde und einfach besser geschmeckt hat, als jedes Eis, das ich je gegessen habe.
Später sind wir noch einkaufen gewesen und ich habe jetzt eine Handynummer und einen Regenschirm. Den brauche ich nämlich leider auch. Seit Juni war hier traumhaftes Wetter, aber seit gestern ist es nicht mehr so warm, dafür aber nass. Das war ja irgendwie klar... :D Außerdem gibt es hier einen Supermarkt, in dem man deutsche Produkte kaufen kann und ich sollte sie beraten. Also haben wir jetzt Bauer-Joghurt für das Frühstück morgen.
Gerade sind Madara und ich in unsern Zimmern rumgelaufen und haben Post-Its mit lettischen und deutschen Wörtern an entsprechende Gegenstände geklebt.
Und nun sind wir -oh wunder- im Internet. Ich hab jetzt schon eine lettische Mailadresse und bin in einer Art Schülervz angemeldet, aber leider musste ich feststellen, dass ich meine Nachrichten, aus Deutschland, weder bei Yahoo noch bei SchülerVz lesen kann... Dafür muss ich Madaras Computer benutzen. Aber das ist ja auch nicht schlimm.
Morgen startet meine orientation week, die geht bis Freitag, also muss ich jetzt schon wieder meinen Koffer packen.
Vielen Dank noch mal an all die tollen Menschen, die mir einen so schönen Abschied und Flug bereitet haben und die mich immer wieder auf positive Weise überraschen.
Montag, 2. August 2010
Es dauert nicht mehr lange...
Hallo ihr lieben Leute!
Mensch, mensch... es dauert nicht mehr lange. Und gerade geht wirklich alles hopplahopp.
Emi, Lea, Lisa, Fabio, Timo und ich haben unseren Abschied gefeiert und es hieß vielen tollen Menschen für 11 Monate lebewohl zu sagen, was wirklich nicht einfach war und nicht ohne ein paar Tränchen geklappt hat.
Dann war ich noch mit meinem lieben Papi ein paar Tage in Berlin und gerade bin ich von meiner Oma aus dem Schwarzwald wiedergekommen. In den Schwarzwald bin ich zusammen mit meiner Freundin Lulli gefahren, die aber noch ein paar Tage dortgeblieben ist, um ihre Tante zu besuchen.
Jetzt bin ich auf jeden Fall wieder hier in Dortmund und muss nun noch ganz viele Dinge erledigen... Viele Leutchen gibt es, die ich gern noch einmal sehen würde, so dass ich schon Angst habe, ich schaffe das nicht mehr in den wenigen 19 Tagen, die noch bleiben.
Und dann muss ich mich noch um Gastgeschenke kümnmern und viele Fragen beantworten, die gerade in meinem Kopf spuken.
"Was ist wichtig genug, dass es ein Teil des 20kg-Gepäck-Limits beanspruchen kann?
Was sollte lieber zu Hause bleiben?
Worauf kann ich auf keinen Fall verzichten?", sind nur einige der vielen Fragen.
Immerhin habe ich schon mal eine Sorge weniger, da ich mich gegen das Entfernen der Weisheitszähne entschieden habe.
Jetzt freue ich mich schon ganz doll auf morgen, denn ich treffe mich wahrscheinlich mit drei ganz wunderbaren Menschen: Jana, Sammy und Timo!
Gute Nacht bzw "Ar labu nakti"!
Mensch, mensch... es dauert nicht mehr lange. Und gerade geht wirklich alles hopplahopp.
Emi, Lea, Lisa, Fabio, Timo und ich haben unseren Abschied gefeiert und es hieß vielen tollen Menschen für 11 Monate lebewohl zu sagen, was wirklich nicht einfach war und nicht ohne ein paar Tränchen geklappt hat.
Dann war ich noch mit meinem lieben Papi ein paar Tage in Berlin und gerade bin ich von meiner Oma aus dem Schwarzwald wiedergekommen. In den Schwarzwald bin ich zusammen mit meiner Freundin Lulli gefahren, die aber noch ein paar Tage dortgeblieben ist, um ihre Tante zu besuchen.
Jetzt bin ich auf jeden Fall wieder hier in Dortmund und muss nun noch ganz viele Dinge erledigen... Viele Leutchen gibt es, die ich gern noch einmal sehen würde, so dass ich schon Angst habe, ich schaffe das nicht mehr in den wenigen 19 Tagen, die noch bleiben.
Und dann muss ich mich noch um Gastgeschenke kümnmern und viele Fragen beantworten, die gerade in meinem Kopf spuken.
"Was ist wichtig genug, dass es ein Teil des 20kg-Gepäck-Limits beanspruchen kann?
Was sollte lieber zu Hause bleiben?
Worauf kann ich auf keinen Fall verzichten?", sind nur einige der vielen Fragen.
Immerhin habe ich schon mal eine Sorge weniger, da ich mich gegen das Entfernen der Weisheitszähne entschieden habe.
Jetzt freue ich mich schon ganz doll auf morgen, denn ich treffe mich wahrscheinlich mit drei ganz wunderbaren Menschen: Jana, Sammy und Timo!
Gute Nacht bzw "Ar labu nakti"!
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